Dimitri ist da und holt mich am Morgen ab.
Ich habe mich inzwischen nach einem Bike Shop umgeschaut.20 km von hier gibt einen Shop 4Bikes.. da bringt er mich hin..
Er ist schon ein lieber Kerl, hat aber zwei kleine Laster.. er raucht und braucht Kaffee.. gestern schon zweimal und heute auch. Wieder gehen wir Zigaretten kaufen und dazu einen Kaffee für ihn.. die ich ihm jedes Mal gerne bezahle.
Wir sind beim Bikeshop angekommen und sehen uns den Laden einmal an. Wir schauen natürlich bei den Reifen in der Ausstellung, aber das sieht es gar nicht gut aus.. alles nur 26 und 27,5 Zoll... Ich frage den Verkäufer nach einem Reifen, wir sie auf den zirka 30 bis 40 Bikes in seinem Laden stehen hat. Leider hat er diese nicht am Lager.


Danach sucht er die ganze Ausstellungswand seiner Reifen ab und da ist noch ein einziger teurer Pirelli, der in der Größe passt. Es ist ein teurer Rennreifen für umgerechnet 98 Franken, der aber ziemlich abgestanden aussieht.
Der Chef bietet mir ein Spezialpreis für 70 Franken an, ich schaue ihn an und sage 50 und wir einigen uns bei Fr.60.00 mit Schlauch.
Er erklärt mir seine Priorität gehöre dem Rennrad, die Bikes wäre nicht so sein Ding! Er sagt mirauch das er Rennmechaniker sei und zeigt mir einige VIP von Rennveranstaltungen, welche nicht mit in seine Ausstellung und zeigt auf seine tollen Rennrahmen. Da hängt unter vielen ein weisser Pinarelli Carbon Rahmen, wirklich ein schönes Teil... Von denen gäbe es nur limitiert 100 Stück auf der Welt, zwei davon in Russland und den Einen fährt er und der andere hängt hier an der Wand!!
Damit ist meine Weiterfahrt gesichert und ich hole das Bike aus dem Auto...
Dimitri hat mich aus der "Scheiße" geholt und mir bis hierher geholfen..
Ich habe mir vor der Abfahrt ein neues T-Shirt mit Switzerland gekauft, das schenke ich ihm als Dankeschön und zur Erinnerung an Nuba.
Er zieht es mit Stolz für ein Erinnerungsbild an.... Passt genau zu seinem Auto das mich gerettet hat.
Wir umarmen uns und tauschen noch die Telefonnummer aus und dann gehen wir auseinander.. ich wünsche dir alles gute mein Engel!!
Ich darf in der Werkstatt meinen Reifen wechseln. ich nehme den Reifen herunter und ziehe meinen eingewickelten Schlauch heraus. Ueber 100 km hat mich die Notlösung weiter gebracht..an den Ort wo mich Dimitri aufgenommen hat.

Der Chef will mir den neuen Reifen selber aufziehen und pumpt ihn auf, ich kann zusammenbauen und verabschiede mich.
Draußen stelle ich mein Bike hin und freue mich über den neuen Pirelli.

Jetzt bin ich wieder frei und mobil und habe jetzt jede Menge Zeit um Moskau zu erleben..
Gleich über der Straße das erste Motiv um ein Bild zu schießen, für das ich jetzt wieder genug Zeit habe.
Er fühlt sich wunderbar an, mein neuer Pirelli.. es ist das Gefühl wie mit einem neuen Bike aus dem Karton zu fahren.
Moskau ich komme...aber es sind immer noch 50 km vor mir..
Da vorne schenkt jemand Kaffee aus..
über die Straße.. aber nur auf dem originellen Wandbild.

Immer wieder wird auch an der Straße Werbung für die Armee gemacht..
auch Frauen sind willkommen.

Der Weg bis zur Stadt ist noch mit viel Grün und mit vielen Steigungen vor mir..und einer langen Brücke.
.ich überquere die Moscwa!

Es zieht sich immer noch Vororte und Grüngürtel...


Aber bald kommen wir der Sache näher.. jetzt unter 10 km.. langsam komme ich in das Herz von Moskau!!

Der Stadtplan von Moskau sieht aus wie ein Spinnennetz... Drei Ringstraßen umschließen Moskau.. an der äußersten bin ich jetzt angekommen.
Auf der anderen Straßenseite sehe ich einen riesiges Einkaufszentrum. Ich schmuggle mich über die vielen Fahrspuren auf die andere Straßenseite und fahre dorthin und einmal zu schauen was die von den westlichen Sanktionen geplagten Russen zu essen haben.

Aber wie ich sehe sind die besten versorgt - ein unglaubliches Angebot..

Schon 2 Tage habe ich nicht mehr einkaufen können und meine Taschen sind leer!
Da will mir doch dieser komische Verkäufer noch etwas anbieten.

Natürliche schlage ich zu, bei so vielen neuen, unbekannten Angeboten. Bei den Gerichten merke ich meinen Hunger und ich lese mir gleich ein Essen aus, daneben sind Tische wo ich das Essen genießen kann.
Ich bemerke kaum, wie die Zeit vergeht. Ich gehe an die Kasse und bezahle.

Dabei bemerke ich noch was...das mir die Rubbel ausgehen. Geld wechseln kann ich wohl nur auf der Bank und Rubbel aus dem Bankomat geht mit Eurocard, Visa etc. nicht.
Ich habe noch 4500 Rubbel und muss mir jetzt ein entsprechendes Hotel suchen... denn auch da funktionieren unsere Karten nicht - alles nur Cash -
Aber auch das schafft Nuba!!
Fast auf den Rubbel genau finde ich eine Unterkunft wie für einen König.
Das Badezimmer mit einer Badewanne, die ich mir jetzt randvoll fülle. Dann bin einmal eine halbe Stunde weg und damit ist der Tag vollendet.