Die neue “Nubatour” 2026 ist eine Friedensfahrt von Berlin nach Russland

 Folge mir auf diese interessante Reise durch Deutschland-Polen-Litauen-Lettland-Estland-Russland 

Tagebucheintrag "Saint Petersburg"

Veröffentlicht am 7. Mai 2026

Obwohl ich gestern noch in einer Agency war die mir der Verkäufer der SIM-Karte angegeben hat bin ich erfolglos wieder davon gezogen. Das einzige was ich bekommen habe ist eine Wegleitung mit 8 Punkten bis zur Freischaltung..

Das einmal in Englisch und einmal in Russisch..

Ich habe mich mit meinem Kollegen im Schlafraum ausgetauscht, und er erklärte sich bereit mit seinem Bike mir den Weg dorthin zu zeigen. Es ging um einige Häuserblocks und schon waren wir da..

Aber wieder am falschen Ort...

Zum Glück ist er mit ins Büro gekommen und ist jetzt noch schlauer geworden mit seiner neuen Adresse...

Er führt mich etwa drei Kilometer durch die Stadt und wir versuchen es erneut..

Scheint nicht ganz falsch hier zu sein, aber zuerst muss ich meinen Pass auf Russisch in einem anderen Büro übersetzen lassen. - Büro direkt um die Ecke...

Meinen Pass auf Russisch übersetzen lassen kostet 25 Franken.. braucht neben der Übersetzung selber nochmals vier Formulare auf denen ich hinten dreimal und vorne zweimal unterschreiben muss.

 Natürlich alles auf russisch, vielleicht habe ich dabei mein Todesurteil unterschrieben..

Bald können wir gehen und sollen in einer Stunde wieder kommen dann wäre die Übersetzung fertig. 

Ich lade meinen Freund in dieser Zeit zu einem Imbiss ein.. wir kommen zurück und erhalten jetzt tatsächlich viele Formulare mit denen wir ins nächste Büro können...

Dort Nummer lösen und anstehen und warten, warten, warten..

Jetzt kommen wir dran.. wieder wird mein Pass auf russisch dreimal in die Computer eingegeben und ich bekomme immer eine Kopie davon mit riesigen Stempeln, hätte eigentlich gleich einen Ordner mitnehmen sollen. 

Irgendwann ist auch das geschafft aber die SIM-Karte ist immer noch nicht frei geschaltet. Wir müssen noch zu einem jungen Angestellten in der Mitte des Büros..

Er gibt wieder alles in sein Handy ein, dann noch auf einen Tablet, macht mit mir Bilder mit biometrische Aufnahmen und ich muss wieder unterschreiben.

Jetzt macht er mit zwei Handys  von meinem Handy Fotos mit SIM Codes. 

Danach öffnet er mein Handy nimmt die gekaufte SIM-Karte heraus und ersetzt sie mit einer neuen SIM-Karte.

Zum Abschluss schenkt er mir eine Bankkarte ohne dass ich weiß, was ich damit anfangen soll..

Ich will ja nur endlich das meine SIM-Karte freigeschaltet wird...

Er gibt mir mein Handy zurück und sagt in einer halben Stunde wird es freigeschaltet..

Geduldig hat mein Freund das alles mitgemacht.. wirklich ein lieber Kerl er heißt Hermann.. ich kann nur den Kopf schütteln und zum Himmel aufschauen. 

Hermann begleitet mich wieder nach Hause das heißt er zeigt mir den Weg ohne Navi. Keine Chance hier so etwas irgendwo im Hinterhof zu finden.

Das war das Erlebnis des Tages..

Aber ich habe ja noch den Abend und das wird dafür mein Highlight..

Denn ich habe mich heute Abend mit Svetlana verabredet. Sie habe ich einmal in Zug nach Frankfurt kennengelernt und den Kontakt aufrecht erhalten. Sie ist jetzt wieder zurück in Russland und wohnt außer dem  5 Jährigen Aufenthalt in Deutschland seit 30 Jahren hier und sprich natürlich jetzt gut deutsch. 

Sie holt mich mit dir am Auto ab und zeigt mir die Highlights von St Petersburg bei Nacht... Das ist noch mal ein ganz anderes Erlebnis, dazu mit ihr als Reiseführerin.

Danke Svetlana für deine Show und dafür lade ich sie jetzt zum Nachtessen ein.

Wir bestellen eine Spezialität aus Kasachstan... Den Inhalt dieser Tasche kann man wählen und ich wähle natürlich mit rotem Fisch, Käse und Knoblauch und sie mit Lamm etc. einen feinen traditionellen russischen Beer und zum Abschluss gibt es noch eine Tee Zeremonie.. 

Das war Spitzenklasse!

Heute bin ich wieder alleine unterwegs und nachdem ich jetzt ein wenig die Orientierung habe, wo die Highlights liegen, fahre ich los, erst zum alten Fußballstadion von St. Petersburg danach zum Narva River hinunter bis zur riesigen Brücke an der Mündung...

Hier hänge ich jetzt am Finnischen Meerbusen... 

Wer jetzt denkt, dort ist es warm und heimelig der liegt ganz falsch!!

Ein rauer, kalter Wind bläst um hier zu verweilen ist für mich nicht machbar, und umgehend fahre ich in das nächste Viertel, vorbei an einem riesigen Friedhof wo ich kurz reinschaue.

Dafür mache ich etwas länger halt an der Friedhof Kirche, wo ich hinein gehe, um zu staunen, zu danken und auch um mich aufzuwärmen!

Ganz in der Nähe noch einmal eine Kirche, die ich gestern Nacht von weitem im Scheinwerferlicht gesehen habe. Das ist die Art Russische Kirche aus dem Bilderbuch.

Die Sonne ersetzt auf einer Seite die Scheinwerfer, die andere Seite eben im Schatten.

Auf der anderen Straße ist wieder Wasser und am Rande sehe ich ein altes Russisches U-Boot, wohl nicht mehr kriegstüchtig.

Die Stadt ist einfach so schön, hier könnte man Wochen verbringen, wenn man Theater,  Museen, Paläste etc. besuchen möchte. 

Doch mir ist es zu kalt geworden und ich suche den Rückweg zu meiner Unterkunft.

Danke St. Petersburg - du wunderschöne Stadt

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